Schulleitung

Unsere Schule wird im Schuljahr 2011/12 von der Schulleitung der Hauptschule Oberwesel mitgeführt.

In der Grundschule treffen Sie die Schulleitung zu folgenden Zeiten an:

In dringenden Fällen erreichen Sie die Schulleitung auch über das Sekretariat der Hauptschule.

 

Beate Voigtländer

Sprechstunde:

Montag, 09.30-10.15 Uhr

 

Christa Hermanspahn

Sprechstunde:

Donnerstag, 10.20-11.05 Uhr

 

Telefon:

Sekretariat GS: 06744 94010

In dringenden Fällen erreichen sie die Schulleitung auch über das Sekretariat der Hauptschule.

Sekretariat HS: 06744 93300

 

                                                                                                         

                         Nach 42 Dienstjahren wurde Frau Karin Geiben am Freitag, 17. Juni 2011, 10.00 Uhr,  in den Ruhestand verabschiedet.

 Ihre Abschiedsrede                                          

Das Schulschiff der Elfenley- Grundschule Oberwesel hat angelegt und ihren Kapitän Karin Geiben aufs herzlichste verabschiedet. Die Crew hat gesungen, getanzt, gespielt, berichtet, gelobt, eine Entlassfeier auf die Beine gestellt, die sich sehen lassen kann.

Der Käpitän ist überwältigt und stolz auf die Mannschaft und bedankt sich für die schöne Feier bei allen Beteiligten, besonders bei den Schülerinnen und Schülern, bei allen Rednern von ganzem Herzen und freut sich über die vielen schönen Geschenke.

42 Jahre Lehrerin, 21 Jahre in der Schulleitung, 11 Jahre Trainerin beim Pädagogischen Landeszentrum, Zentrum für Personalführung und Schulleitung, bekannt bis vor einem Jahr unter IFB, Führungskolleg, 5 Jahre AQS Koreferentin.

Diese lange Zeit kann man nicht von jetzt auf gleich abschütteln, zumal der Lehrerberuf besonders der Beruf des Schulleiters nicht der Vielseitigkeit entbehrt, wie ich in einer

Stellenausschreibung las:

Zitat: „Gesucht wird ein fleißiges Wunderwesen, das aus wenig immer mehr macht, das rivalisierende Gruppen versöhnt, chronische besserwisserische Kritik erträgt, mit wenig Unterstützung auskommt, gewaltige Mengen Papier umwälzt und in Doppelschichten arbeitet. Er oder sie wird alle Freiheiten für Innovationen haben, darf aber weder viel Geld ausgeben noch Personal auswechseln noch eine Gruppe gegen sich aufbringen.“ (nach Michael Fullan, frei übersetzt von  Stephan G. Huber, 1999)

Wie konnte ich in der Verantwortung diesen Aufgaben überhaupt gerecht werden in einer Zeit des ständigen schulischen Wandelns?

Die Anforderungen an Schulleiterinnen und Schulleiter sind im Zuge der schulischen Reformen in der letzten Jahren und der damit verbundenen Förderung der Eigenverantwortlichkeit der Einzelschule immer mehr  gewachsen. Sie sind angesichts steigender Komplexität und Ausdifferenzierung von Schule zweifelsohne nicht mehr optimal von einer einzigen Leitungsperson zu bewältigen, wie es inzwischen viele Schulleitungen zu ihrem Leidwesen erfahren mussten.

Gleichzeitig eröffnen sich neue Gestaltungsmöglichkeiten für die in der Schule arbeitenden Personen. Das bedeutet, dass sich auch das Kollegium stärker an diesem Gestaltungs- und Entwicklungsprozess der Schule beteiligt. Dessen Teilhabe an neuen Aufgaben wird sich wohl immer häufiger auch in der Mitarbeit von Lehrkräften im Rahmen von so genannter konfluenter Leitung äußern, (nachzulesen auch bei Hans Günther Rolff u.a. in seinen Büchern „Personalmanagement in Schulen, „Professionswissen Schulleitung“).                                                                       Hans Günther Rolff ist emeritierter Professor der päd. Hochschule in Dortmund und längjähriger Wegbegleiter der Schulen im Schulentwicklungsprozess.

Das Prinzip konfluenter Leitung beruht darauf , dass die Führung der Schule aufgeteilt wird auf Führungsträger und Kernteams. Unmissverständlich klar sein sollte dabei die führende Rolle der Schulleiterin bzw. des Schulleiters.  Sie lenken den Strom und formen das Flussbett. Sie initiieren und unterstützen die schulinterne wie externe Kooperation. Es geht also nicht nur um Verteilung von Führung, sondern ebenso um die Zusammenfassung zu einem konfluenten Gesamtkonzept von Leitung.                                                                                                                                                                                   Ein wesentlicher Bestandteil dieser sogenannten konfluenten  Führung ist die Delegation, d.h. die Leitungstätigkeiten können aufgeteilt werden, die Führungsverantwortung  verbleibt dabei jedoch immer bei den Schulleiterinnen und Schulleitern. So kann die Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität der Einzelschule optimal gewährleistet sein.                                                                                                                                       Diese Strategie des „divide et impera“ war über mehrere Jahrhunderte das Markenzeichen erfolgreicher römischer Außenpolitik, wie die Geschichte zeigt.

Schaue ich nun zurück, so kann ich feststellen, dass unsere Schule in diesem Sinne vor allem in den letzten zwei Jahren bei der Vakanz der Konrektorenstelle gearbeitet hat.

Nur durch Delegation der Leitungsaufgaben und Handlungsverantwortung  an motivierte interessierte und kompetente Crewmitglieder konnten wir unser Schiff so auf Kurs halten und den  Qualitätsstandard der Elfenley-Grundschule Oberwesel wesentlich sichern, fördern und weiterentwickeln.                                                                                Zitat: „Der Erfolg eines Unternehmens liegt in der Summe seiner Mitarbeiter.“ Jörg Rieder (Digital Equipment- Unternehmensberater).

 Ich möchte mich bei der Schiffsmannschaft bedanken, bei

-        allen Kolleginnen und Kollegen, Eltern, Schülerinnen und Schülern, die sich mit mir auf diesen Weg gemacht haben,

-        dem Förderverein unserer Schule, dem Förderkreis Oberwesel, die uns stets finanziell großzügig unter die  Arme gegriffen haben,

-        dem Schifffahrsamt, sprich der Schulaufsicht in Person der Schulaufsichtsbeamtin Frau RSD Schwickert,   die immer Ansprechpartner war und jederzeit zu Gesprächen zur Verfügung stand,

-        dem Schiffseigner, dem Schulträger der VG St. Goar-Oberwesel, dem Bürgermeister Thomas Bungert und seinen Mitarbeitern, dem Stadt- und den Ortsbürgermeistern, den Ortsvorstehern, den Beigeordneten, den einzelnen Fraktionen, die offene Ohren für unsere Anliegen hatten.                                                            Hier möchte ich die gute Zusammenarbeit mit der Sachbearbeiterin Frau Tanja Wendling nennen, die für mich ein wesentliches Bindeglied zwischen dem Schulträger und der Schule war.

-    den Schulverwaltungskräften:                                                                                                                               der Sekretärin Frau Marita Lieber, die mich in meiner Schulverwaltungsarbeit unterstützte,                               den Hausmeistern, Herrn  Ingo Glöckner und Herrn Hubert Julius, die mir in der Funktion der Hausherr  zur Seite standen.

Bei allen Personen, die unser Schiff begleiteten und zeitweise an Bord kamen,

-     den Pastören für ihren geistlichen Beistand,

      -    den Schulleiterkolleginnen und Kollegen, mit denen ich  freundlicherweise kooperieren durfte,

-    dem Realschullehrer, Herr Björn Gabelmann, dem guten Mediengeist, der  für alle Wehwehchen     unserer Computer eine Lösung fand,

    - den Kindergärtnerinnen unseres Schulbezirkes für ihre kollegiale Zusammenarbeit.

    - den außerschulischen Gremien, die Damen und Herren des Jugendamtes Simmern, der Jugendhilfe, der Caritas/ des Diakonischen Werks, der Jugendverkehrsschule Boppard, der Sportvereine, das Studienseminars in Simmern, des Pädagogischen Landeszentrums und andere mehr, die viele pädagogische Innovationen, Projekte und Veranstaltungen mit getragen haben, so dass u.a. die Qualitätsentwicklung unserer Schule gesichert wurde und weiter fortschreiten konnte.

   - den Förderern und Freunden unserer Schule, die jederzeit bereit waren, bei uns anzuheuern.

    - Dank gilt auch meiner Familie. Ohne ihre Toleranz und ohne ihr Verständnis für meine Visionen, wäre die Verlegung meines Arbeitsplatzes von Trier nach Oberwesel unmöglich gewesen.

Ich habe mich hier in Oberwesel immer geborgen und aufgehoben gefühlt, sowohl privat als auch dienstlich. Der wöchentliche Wechsel Trier-Oberwesel, Oberwesel-Trier empfand ich nie als belastend, hatte ich doch hier genügend Zeit und Muße, mich auf meine Leitungs- und Führungsaufgabe zu konzentrieren.

Schon Kurfürst Balduin fand Oberwesel so interessant, dass er es okkupierte und seinem Reich einverleibte. Auch heute noch findet immer wieder ein reger Austausch zwischen Oberwesel und Trier statt, dabei denke ich in jüngster Zeit an den neuen Trierer Uni Präsident mit Namen Prof. Michael Jäckel, der auch aus Oberwesel stammt.

Die Schiffsglocke läutet und ich stehe nun am Ufer und winke meinem Schiff zu, das wieder Fahrt aufnimmt.

Ich wünsche der Crew alles Gute, weiterhin eine erfolgreiche Arbeit, interessierte und motivierte Schülerinnen und Schüler, kooperative Kolleginnen und Kollegen und eine neue Leitung, die begeistert und mit Herzblut und viel Freude und Empathie unser Schiff „Schule“ steuern wird, so dass die Loreleyklippen auch in Zukunft sicher und gekonnt umfahren werden können.

Dem Lebensmotto „Geh aus und suche Freud….“ Lied von Paul Gerhard, 1607-1676, (ev.- lutherischer Theologe, neben Martin Luther der bedeutendste deutschsprachige Kirchenlieddichter) werde ich auch weiterhin folgen, steht es doch seit meiner Kindheit für mich für Mobilität, Flexibilität, Neugierde, Offenheit, Veränderung.

Ich werde das auch so in Zukunft halten aber unter ergänzender Prämisse:

„Otium cum dignitate“. Was frei übersetzt heißt: „Genieße mit Ruhe und Muße nunmehr deine dir noch verbleibende Zeit“.

 Leben Sie wohl!

Schiff ahoi!