Elfenley-Grundschule Oberwesel
Elfenley-Grundschule Oberwesel

Schulalltag mit Uschi

Einleitung

Drei Jahre ist es nun schon her, dass unsere Uschi ihren Dienst an der Elfenley Grundschule angetreten hat, denn seit Beginn des Schuljahres 2013 / 2014 begleitet sie ihr „Frauchen“ Frau Ganzer im Rahmen des Projektes „Schulhund Rheinland-Pfalz“ regelmäßig mit in den Unterricht. Neben einer privaten Hundeschule, die die Boxermixhündin regelmäßig besucht, nimmt sie gemeinsam mit ihrem Frauchen Frau Ganzer auch immer wieder an Seminaren zur Hundgestützten Pädagogik teil. Diese finden bei „ColeCanido“ in Iserlohn statt und stellen eine berufsbegleitende Aus- und Weiterbildung dar. Das somit erworbene theoretische Wissen findet dann in der Klasse von Frau Ganzer und in der durch sie betreuten Schulhund-AG ihre praktische Anwendung.

 

Uschi kommt in die Schule

Nach intensiven Vorbereitungen und der Information aller am Schulleben beteiligten Gremien in den Sommerferien konnte das Projekt starten. Zunächst wurden dazu wichtige Regeln im Umgang mit Uschi im Rahmen eines kleinen Projektes „Rund um den Hund“ mit der Klasse erarbeitet. Dann konnte es auch schon losgehen und Uschi durfte Frau Ganzer das erste Mal in die Klasse begeleiten. Wie ein richtiges Schulkind, bekam auch Uschi eine Schultüte mit vielen Leckereien und nützlichen Dingen wie einem Geschirr und einer Hundedecke. Behutsam lernte Uschi so den Schulalltag kennen und konnte erfolgreich an ihre neue Aufgabe als „Lehrerin auf vier Pfoten“ herangeführt werden.

Die erste Zeit

Zunächst einmal bestand Uschis Aufgabe im Präsens-Kontakt. Der Hund konnte sich nach Belieben frei in der Klasse bewegen, wobei die Kinder einen freiwilligen Kontakt zu ihm aufnehmen durften. Vorrangiges Ziel dabei war und ist die Verbesserung der psychologischen und physiologischen Entspannung und des Sozialverhaltens der Schüler sowie der Atmosphäre in der Klasse. Hierbei wurden kaum bestimmte Übungen durchgeführt, sondern es erfolgte der übliche Unterricht, wobei durch die Anwesenheit des Hundes vor allem die Voraussetzungen für das Lernen mit den üblichen Lehrmethoden geschaffen bzw. verbessert werden konnten. In den Schulhundstunden beobachtete Frau Ganzer vor allem eine sehr positive, ruhige Atmosphäre in ihrer Klasse, denn die Kinder hatten gelernt, dass sich ihre Anspannung und Unruhe auch auf Uschi übertragen kann. Auch herrscht seit dem ersten Schulhundeinsatz eine bessere Ordnung bei den meisten Kindern. Es wurde vermehrt darauf geachtet, dass nichts mehr auf dem Boden herumlag, Müll und Schnipsel wurden sofort entsorgt und penibel auf die Einhaltung der Regeln geachtet. Auch Schulranzen wurden ordentlich und verschlossen abgestellt, denn obwohl die Kinder ihre Uschi sehr gerne haben, das Pausenbrot möchten dann doch nur die Wenigsten mit ihr teilen.

Lernen mit Uschi

Nach dieser ersten Gewöhnungsphase konnten Uschis Aufgaben dann allmählich ausgedehnt werden und es ging an die aktive Beteiligung des Hundes. Hierbei ging es insbesondere um die Steigerung der Motivation und der Freude bei der Erschließung von Lerninhalten im normalen Schulunterricht. Eine große Unterstützung stellte Uschi hier besonders beim Lesen dar, denn Uschi begeleitete ihr Frauchen regelmäßig in kleine Lesegruppen, die viel Freude hatten, der Hündin viele bunte Geschichten vorzutragen. Aber auch beim Lösen von Rechenaufgaben konnte sie die Kinder unterstützen und motivieren, denn es macht doch gleich viel mehr Spaß zu rechnen, wenn Uschi die Matheaufgaben in einem Beutel bringt.

 

 

Spiel und Spaß mit Uschi

Neben der aktiven Beteiligung am Unterricht lernte Uschi im Verlauf des Schuljahres auch viele neue Tricks und Kommandos mit und von den Kindern, so dass wir nun viele kleine Hundeprofis an unserer Schule haben. So beherrscht Uschi neben einfachen Tricks wie „Sitz“, „Platz“ und „Gib Pfötchen“ auch das Schleichen wie ein Indianer, das Durchschreiten von Kindertunnel, das Antippen verschiedener Gegenstände, das Fangen von Leckerlies und das Apportieren. Besonders viel Spaß bereitet es Uschi und auch den Kindern verschiedene Hindernisse mit Reifen, Pylonen und Sprungstangen etc. zu überwinden. Der Kreativität im Ausdenken dieser Parcours sind keine Grenzen gesetzt und die Schülerinnen und Schüler lieben es, sich ständig neue knifflige Aufgaben für ihre Uschi auszudenken.

Durch die direkte Arbeit mit dem Hund, die sich von den eigentlichen Lernprozessen abhebt, können viele Kompetenzen bei den Schülerinnen und Schülern trainiert werden:

 

 

  • Selbstwahrnehmung/ -reflexion

  • Impulskontrolle

  • Konzentration

  • Arbeitsgedächtnis

  • Strategisches Planen

  • Exekutive Funktionen

  • Erfahrungsgeleitetes Lernen

  •  

Der Schulhund-Dienst

Auch konnten die Kinder sich mit den Aufgaben eines Hundebesitzers vertraut machen, denn auf Spiel und Spaß folgte stets auch die Versorgung des Schulhundes, die der wöchentlich wechselnde Schulhunddienst liebevoll übernimmt. Zu den Aufgaben gehören unter anderen das Bereitstellen von Wasser und Futter sowie das Führen des Hundes in den Ruheraum oder auch schon mal kleine Gassirunden in den Pausen (selbstverständlich in Begleitung von Frau Ganzer ). Bei Versorgungsaufgaben rund um den Hund (z.B. Wasser bereitstellen etc.) wurden ganz von alleine Verantwortung, Selbstdisziplin und Zuverlässigkeit gefördert. Das Training der gewünschten Kompetenzen ist bei diesem Ansatz aufgabenimmanent.

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